Bei der Präzision eines 3D-Scans denken viele zuerst an den Scanner: Auflösung, Optik, Software, Kalibrierung und eingesetzte Messtechnik. Doch selbst ein hochpräziser 3D-Scanner kann nur die Oberfläche erfassen, die ihm optisch zur Verfügung steht.
Präzision beginnt deshalb bereits an der Oberfläche.
Glänzende, stark reflektierende, transparente, sehr dunkle oder optisch komplexe Oberflächen können eine zuverlässige Erfassung erschweren. Reflexionen, unterschiedliche Glanzgrade und wechselnde Materialeigenschaften können die Qualität und Reproduzierbarkeit eines 3D-Scans beeinflussen.
Ein professionelles 3D-Scanningspray setzt genau hier an.
Was macht ein 3D-Scanningspray?
Ein Scanningspray erzeugt eine dünne, möglichst gleichmäßige Beschichtung auf dem zu scannenden Bauteil. Dadurch werden die optischen Eigenschaften der ursprünglichen Oberfläche temporär verändert. Das Ziel besteht darin, dem 3D-Scanner eine homogene und reflexionsarme Oberfläche zur Verfügung zu stellen.
ATTBLIME Scanningsprays wurden für genau diese Aufgabe entwickelt:
- ATTBLIME schafft eine gleichmäßige, reflexionsarme Oberfläche – die Grundlage für präzise, reproduzierbare und messtechnisch belastbare 3D-Scans
- Unterschiedliche Materialien und Glanzgrade können dadurch optisch vereinheitlicht und störende Reflexionen reduziert werden
- Der Scanner erhält definiertere Bedingungen für die Erfassung der Bauteilgeometrie
- Warum reflektierende Oberflächen beim 3D-Scanning problematisch sein können
- Poliertes Metall, glänzende Kunststoffe, Carbon, Glas oder andere stark reflektierende Materialien können für optische 3D-Messsysteme eine Herausforderung darstellen.
Das Problem liegt dabei nicht zwingend in der Leistungsfähigkeit des Scanners. Die Oberfläche selbst kann die optische Erfassung erschweren.
Licht wird reflektiert, gestreut oder – beispielsweise bei transparenten Materialien – teilweise durch das Bauteil hindurchgeleitet. Dadurch können Bereiche entstehen, die vom Scansystem schwieriger zuverlässig zu erfassen sind. Ein Scanningspray für 3D-Scanner verändert diese optischen Eigenschaften vorübergehend und schafft eine gleichmäßigere Messoberfläche.
Warum Reproduzierbarkeit genauso wichtig ist wie Präzision
Eine präzise Messung allein reicht in der industriellen Messtechnik häufig nicht aus. Das Ergebnis muss auch reproduzierbar sein.
Das gilt insbesondere für:
- industrielle 3D-Messtechnik und Qualitätssicherung
- Reverse Engineering
- Soll-Ist-Vergleiche
- Bauteilprüfung und Dimensionskontrolle
- automatisierte Scan- und Prüfprozesse
- Forschung und Entwicklung
- Werkzeug- und Formenbau
Wenn unterschiedliche Oberflächeneigenschaften den Scanprozess beeinflussen, entsteht eine zusätzliche Variable innerhalb der Messkette. Eine kontrollierte Oberflächenvorbereitung mit einem geeigneten 3D-Scanningspray kann helfen, diesen Einfluss zu reduzieren und vergleichbare Ausgangsbedingungen zu schaffen.
Ein Scanningspray soll nicht einfach nur „weiß machen“
Dieser Unterschied ist besonders wichtig. Die Aufgabe eines hochwertigen Scanningsprays besteht nicht einfach darin, eine Oberfläche weiß einzufärben. Bei einer geometrischen Messung wird die aufgetragene Beschichtung selbst Teil der Messsituation. Deshalb sind insbesondere eine gleichmäßige Applikation und eine möglichst dünne, homogene Beschichtung wichtig. Je höher die Anforderungen an die Messung und je enger die zu prüfenden Toleranzen sind, desto wichtiger wird die Qualität der erzeugten Oberfläche.
Das Ziel lautet daher: So viel Beschichtung wie nötig – und so wenig wie möglich. Eine optisch geeignete Oberfläche soll geschaffen werden, ohne die ursprüngliche Bauteilgeometrie unnötig zu beeinflussen.
Sublimierendes Scanningspray: Scannen ohne aufwendige Reinigung
Eine besondere Lösung innerhalb der 3D-Messtechnik sind sublimierende Scanningsprays. Bei konventionellen Beschichtungen kann nach Abschluss des Scanvorgangs eine Reinigung des Bauteils erforderlich sein. Ein sublimierendes Scanningspray verfolgt einen anderen Ansatz. Die aufgetragene Schicht verschwindet nach einer bestimmten Zeit selbstständig durch Sublimation. Der feste Beschichtungsstoff geht dabei in die Gasphase über. Dadurch kann die nachträgliche manuelle Reinigung – abhängig von Produkt, Bauteil und Anwendung – deutlich reduziert oder vollständig vermieden werden. Das ist besonders interessant bei komplexen Geometrien, empfindlichen Bauteilen, schwer zugänglichen Bereichen oder einer großen Anzahl zu scannender Teile.
Warum unterschiedliche Sublimationszeiten wichtig sind
Nicht jeder Scanprozess hat die gleichen Anforderungen. Bei kleinen Bauteilen oder schnellen Scanvorgängen kann eine kurze Sublimationszeit sinnvoll sein. Komplexe Bauteile oder umfangreiche Messungen benötigen dagegen möglicherweise eine länger verfügbare Beschichtung. Die Wahl des geeigneten sublimierenden Scanningsprays sollte deshalb nicht ausschließlich von der maximal möglichen Weißheit oder einer möglichst kurzen Sublimationszeit abhängen.
Entscheidend ist das Zusammenspiel aus:
- Oberflächenqualität
- Schichtdicke
- Sublimationsverhalten
- Scanzeit und Messanforderung.
Damit wird das Scanningspray selbst zu einem Bestandteil des gesamten Messprozesses.
Die Oberfläche ist Teil der Messkette
Ein präziser 3D-Scan entsteht nicht durch eine einzelne Komponente. Scannertechnologie, Optik, Kalibrierung, Software, Umgebungsbedingungen, Bedienung und Oberflächenvorbereitung bilden gemeinsam eine Messkette. Wer reproduzierbare Messergebnisse erreichen möchte, sollte deshalb auch die Oberfläche als Teil dieser Messkette betrachten. Eine kontrollierte Oberfläche schafft kontrolliertere Scanbedingungen. Und kontrollierte Bedingungen bilden die Grundlage für reproduzierbare Ergebnisse.
Präzision beginnt an der Oberfläche.
ATTBLIME schafft eine gleichmäßige, reflexionsarme Oberfläche – die Grundlage für präzise, reproduzierbare und messtechnisch belastbare 3D-Scans. Denn bevor ein 3D-Scanner präzise messen kann, muss die Oberfläche bereit sein, präzise erfasst zu werden.







